TAG DER KINDERBETREUUNG 2026 — EIN KLEINES DANKE

Heu­te ist Tag der Kin­der­be­treu­ung – ein guter Anlass, sich bei all jenen zu bedan­ken, die täg­lich dafür sor­gen, dass unse­re Kin­der best­mög­lich auf­wach­sen und Eltern Beruf und Fami­lie mit­ein­an­der ver­ein­ba­ren kön­nen. Die über 800.000 Kita-Fach­kräf­te und Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen in Deutsch­land sind ech­te Mul­ti­ta­len­te: Für unse­re Kin­der sind sie Ver­trau­ens­per­so­nen und Vor­bil­der zugleich. Für ihren Ein­satz und die wich­ti­ge Arbeit, die sie jeden Tag leis­ten, möch­ten wir uns herz­lich bedanken!

Am heu­ti­gen Akti­ons­tag soll den päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten und Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen bun­des­weit Aner­ken­nung für ihre Arbeit zuteil­wer­den: In ganz Deutsch­land brin­gen Kin­der selbst­ge­mal­te Bil­der mit in die Kita oder Eltern über­rei­chen den Kin­der­ta­ges­pfle­ge­per­so­nen klei­ne Geschenke.

Auch der KEA Süd­li­che Wein­stra­ße möch­te sei­nen Dank zum Aus­druck brin­gen – mit einem eige­nen Song für alle päd­ago­gi­schen Fach­kräf­te sowie die­je­ni­gen, die sich auf ande­re Art und Wei­se um unse­re Kin­der kümmern. 

Text: Jas­min Von­nie­da
Musik & Gesang: KI generiert

LEA KRITISIERT EINSPARVORSCHLÄGE RUND UM DAS NEUE INKLUSIONSGESETZ

Das inklu­si­ve Kin­der- und Jugend­hil­fe­st­ruk­tur­re­form­ge­setz lässt schon lan­ge auf sich war­ten. Nun wur­de end­lich ein Refe­ren­ten­ent­wurf ver­öf­fent­licht – direkt beglei­tet von einer Lis­te mit Ein­spar­vor­schlä­gen, die eigent­lich nicht für die Öffent­lich­keit bestimmt waren. „Das ist kein glaub­wür­di­ger Auf­bruch, son­dern ein Wider­spruch in sich“, kri­ti­siert Anne­gret Neu­g­schwen­der, Vor­sit­zen­de des LEA Rhein­land-Pfalz. „Inklu­si­on anzu­kün­di­gen und die­se gleich­zei­tig an Ein­spa­run­gen bei Qua­li­tät und Stan­dards zu knüp­fen, unter­gräbt das Ver­trau­en in die Reform von Anfang an.“

Dabei setzt der Ent­wurf für das inklu­si­ve Kin­der- und Jugend­hil­fe­st­ruk­tur­re­form­ge­setz wich­ti­ge Impul­se: bes­se­re Ver­zah­nung von Leis­tun­gen, kla­re­re Zustän­dig­kei­ten und nied­rig­schwel­li­ger Zugang zu Unter­stüt­zung. Beson­ders der Fokus auf struk­tu­rel­le Lösun­gen statt aus­schließ­lich auf Ein­zel­fall­hil­fen ist fach­lich rich­tig und überfällig.

Mehr Geld will dafür offen­bar nie­mand in die Hand neh­men. Statt­des­sen wer­den not­wen­di­ge Fort­schrit­te von For­de­run­gen nach wei­te­ren Absen­kun­gen von Qua­li­täts­stan­dards beglei­tet – auch in den Kitas. „Die Rea­li­tät in vie­len Kitas zeigt: Weder der gesetz­li­che Betreu­ungs­an­spruch noch eine ange­mes­se­ne Per­so­nal­aus­stat­tung sind der­zeit ver­läss­lich gewähr­leis­tet“, mahnt Anne­gret Neu­g­schwen­der. Und den­noch sol­len genau die­se Stan­dards wei­ter abge­senkt wer­den, anstatt sie end­lich aus­zu­bau­en. Begrün­det wird dies mit der Sicher­stel­lung der Finan­zier­bar­keit und mit der For­de­rung nach mehr Selbst­ver­ant­wor­tung der Fami­li­en. De fac­to bedeu­tet das, Ver­ant­wor­tung vom Staat auf die Fami­li­en abzu­wäl­zen. Damit wird ein­mal mehr deut­lich: Im Mit­tel­punkt ste­hen nicht das Wohl der Kin­der und ech­te Chan­cen­gleich­heit, son­dern Ver­ant­wor­tungs­ver­schie­be­rei­en und Kostenvermeidung.

„Wäh­rend über­all über den dra­ma­ti­schen Gebur­ten­rück­gang dis­ku­tiert wird, wird gleich­zei­tig bei den Rah­men­be­din­gun­gen für Kin­der gespart und Inklu­si­on aus­ge­höhlt. Die­se Wider­sprüch­lich­keit ist nicht nach­voll­zieh­bar“, kri­ti­siert Anna-Maria Lie­bing-Zim­mer­mann, Vor­stand LEA Rhein­land-Pfalz und stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Fach­aus­schus­ses Inklu­si­on der Bun­des­el­tern­ver­tre­tung der Kitas (bev­ki). Ein inklu­si­ves Sys­tem darf nicht unter dem Deck­man­tel von Effi­zi­enz aus­ge­dünnt wer­den. Weni­ger Büro­kra­tie ist sinn­voll aber nicht auf Kos­ten von Qua­li­tät und indi­vi­du­el­ler Förderung.

Der LEA for­dert eine kon­se­quen­te Umset­zung der inklu­si­ven Wei­ter­ent­wick­lung der Kin­der- und Jugend­hil­fe, einen flä­chen­de­cken­den, qua­li­ta­tiv gesi­cher­ten Aus­bau struk­tu­rel­ler Ange­bo­te, einen ver­läss­li­chen Zugang zu indi­vi­du­el­len Hil­fen bei ent­spre­chen­dem Bedarf, den fach­lich begrenz­ten Ein­satz von Pool-Lösun­gen und eine trans­pa­ren­te, aus­kömm­li­che Finan­zie­rung inklu­si­ve Qua­li­fi­zie­rung von Fachkräften.

Die Reform der Kin­der- und Jugend­hil­fe bie­tet eine ech­te Chan­ce für bes­se­re Inklu­si­on im All­tag. Die­se darf nicht durch Ein­spar­po­li­tik unter­lau­fen wer­den. Inklu­si­on braucht Ver­läss­lich­keit und aus­rei­chen­de Ressourcen.

https://www.lea-rlp.de/pm-lea-kritisiert-einsparvorschlaege-rund-um-neues-inklusionsgesetz

LEA RLP VERURTEILT FORDERUNG NACH STANDARDABSENKUNG IN KITAS AUFS SCHÄRFSTE

Schlag ins Gesicht für Fami­li­en und Fach­kräf­te – LEA RLP ver­ur­teilt For­de­rung nach Stan­dard­sen­kung in Kitas aufs Schärfste

Mit gro­ßer Bestür­zung und Empö­rung reagiert der Lan­des­el­tern­aus­schuss der Kin­der­ta­ges­stät­ten in Rhein­land-Pfalz (LEA RLP) auf die jüngst öffent­lich geäu­ßer­te For­de­rung von Andre­as Göbel, Geschäfts­füh­ren­der Direk­tor des Land­kreis­ta­ges Rhein­land-Pfalz, die Stan­dards in Kitas zu sen­ken, um kom­mu­na­le Haus­halts­pro­ble­me zu lösen.
„Die­se For­de­rung ist ein Schlag ins Gesicht aller Fami­li­en, Fach­kräf­te und vor allem der Kin­der“, erklärt LEA-Vor­stands­vor­sit­zen­de Anne­gret Neu­g­schwen­der.

Der LEA RLP weist mit Nach­druck dar­auf hin, dass die aktu­el­len Stan­dards in vie­len Ein­rich­tun­gen nicht ein­mal das fach­lich Not­wen­di­ge gewähr­leis­ten. „Es geht hier nicht um Luxus­ki­tas! Viel­mehr kämpft das gesam­te Sys­tem nach wie vor um die Errei­chung grund­le­gen­der Qua­li­täts­kri­te­ri­en“, so Neu­g­schwen­der wei­ter. Eine Absen­kung die­ser zum Teil ohne­hin unzu­rei­chen­den Stan­dards wür­de die bestehen­den Pro­ble­me nur wei­ter ver­schär­fen und die ohne­hin ange­spann­te Lage in den Kitas zusätz­lich belas­ten.
Für den Lan­des­el­tern­aus­schuss ist die Fra­ge nach der Finan­zie­rung kom­mu­na­ler Auf­ga­ben legi­tim. „Aber die Lösung kann und darf nicht sein, die Bil­dungs- und Betreu­ungs­qua­li­tät unse­rer Kin­der zu opfern. Fami­li­en und Fach­kräf­te tra­gen die Ver­ant­wor­tung und Las­ten des Sys­tems seit Jah­ren – es ist nicht hin­nehm­bar, dass ihnen jetzt noch mehr zuge­mu­tet wird.“
Statt über Ein­spa­run­gen auf dem Rücken der Kleins­ten zu dis­ku­tie­ren, for­dert der LEA RLP eine ehr­li­che und kon­struk­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit der finan­zi­el­len Aus­stat­tung der Kom­mu­nen. Es braucht eine kla­re Prio­ri­sie­rung der früh­kind­li­chen Bil­dung und eine nach­hal­ti­ge Inves­ti­ti­ons­stra­te­gie, die den tat­säch­li­chen Bedarf wider­spie­gelt.
„Inves­ti­tio­nen in die frü­he Bil­dung sind Inves­ti­tio­nen in die Zukunft unse­rer Gesell­schaft. Wer hier spart, spart am fal­schen Ende“, so das abschlie­ßen­de Fazit von Anne­gret Neugschwender.

Stein des Ansto­ßes war ein Pres­se­ar­ti­kel, in dem die Unter­fi­nan­zie­rung der Kom­mu­nen durch das Land kri­ti­siert und Göbel wie folgt zitiert wur­de: “Wir benö­ti­gen wei­te­re Schrit­te, ins­be­son­de­re eine voll­stän­di­ge Über­nah­me der Alt­schul­den, eine Redu­zie­rung der Sozi­al­kos­ten sowie ein Absen­ken der Stan­dards, ins­be­son­de­re im Kindertra­gess­stät­ten­we­sen und im ÖPNV.”

Pres­se­mit­tei­lung des LEA RLP