Tagespflegepersonen erhalten ab Januar 2023 mehr Geld – Entwicklung der Lebenshaltungskosten ist künftig Maßstab

Wer im Landkreis Südliche Weinstraße als Tagespflegeperson ein Kind oder mehrere Kinder betreut, erhält ab dem kommenden Jahr eine höhere Geldleistung vom Kreisjugendamt. Eine entsprechende Änderung der „Satzung über die Förderung der Kindertagespflege und die Erhebung von Kostenbeiträgen für die Kindertagespflege“ hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

In Rheinland-Pfalz gilt: Für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr besteht bis zum Schuleintritt ein Anspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung in einer Tageseinrichtung. Dieser Rechtsanspruch richtet sich vorrangig an Kindertagesstätten. Ist am jeweiligen Wohnort des Kindes oder in zumutbarer Entfernung kein freier Kitaplatz vorhanden, kann das Kind in der Kindertagespflege betreut werden. Die Förderung der Kindertagespflege ist laut dem Sozialgesetzbuch eine Leistung der öffentlichen Jugendhilfe, die den Kindertagespflegepersonen unter anderem eine Geldleistung gewährt. Diese war im Kreis SÜW zuletzt zum 1. Januar 2019 erhöht worden. Wie hoch die Geldleistung für eine Tagesmutter oder einen Tagesvater ist, kann jede Kommune selbst entscheiden. Im Landkreis ist der Betrag abhängig vom Einkommen der Eltern und der Anzahl der Stunden, die ein Kind betreut wird.

Ab Januar zehn Prozent mehr
Ab dem 1. Januar 2023 wird der Betrag um zehn Prozent erhöht. Darüber hinaus wird er dynamisiert. Bedeutet: Die Geldleistung wird künftig jährlich zum jeweils 1. April entsprechend der Entwicklung im „Verbraucherindex für Deutschland“ angeglichen, womit sich die allgemeine Entwicklung der Lebenshaltungskosten auch auf die Geldleistungen auswirken wird. Die Mehrkosten für den Landkreis liegen ab dem kommenden Jahr bei 110.000 Euro zuzüglich der ab 2024 erfolgenden Erhöhungen gemäß dem Verbraucherindex. „Die Tagespflegepersonen leisten gerade in dieser Zeit einen wertvollen und wichtigen Beitrag bei der Betreuung von Kindern. Daher war es uns wichtig, dem Kreistag vorzuschlagen, dass sich die Geldleistung für Tagespflegepersonen an den realen Kostenentwicklungen orientieren soll, insbesondere in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten“, sagt der fürs Jugendamt zuständige Erste Kreisbeigeordnete Georg Kern. Dass der Kreistag einhellig zugestimmt habe, sei für die Verantwortlichen des Jugendamts sowie für die Tagespflegepersonen gleichermaßen ein wichtiges Signal.

Eltern, die im Landkreis Tagespflege in Anspruch nehmen, tun dies meist für ihr Kind unter zwei Jahren – oder um ihr (älteres) Kind während Rand- und Urlaubszeiten betreut zu wissen. Aber auch aus einem anderen Grund, wie Kreisjugendamtsleiterin Hannelore Schlageter erklärt: „Durch das neue Kita-Gesetz befinden wir uns aktuell in einer Übergangsphase: Dort, wo Kita-Plätze noch nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, kann die Tagespflege eine alternative Möglichkeit zur Betreuung der Kinder sein. “

Der Kreiselternausschuss SÜW begrüßt diese Entscheidung sehr!

Link zur Original-PRessemeldung:

Tagespflegepersonen erhalten ab Januar 2023 mehr Geld – Entwicklung der Lebenshaltungskosten ist künftig Maßstab – Landkreis Südliche Weinstraße (suedliche-weinstrasse.de)

Doppelter Landesverdienstorden für Elternmitwirkung: Beata Kosno-Müller und Andreas Winheller für ihre langjährigen, außergewöhnlichen Verdienste um die Kitas in RLP geehrt

Ministerpräsidentin Malu Dreyer verlieh am 07.12.2022 in einer Feierstunde in der Staatskanzlei die höchstmögliche Auszeichnung – den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz – an den langjährigen Vorsitzenden des Landeselternausschusses der Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz (LEA RLP) Andreas Winheller und seine Stellvertreterin Beata Kosno-Müller, die die gesamte siebenjährige Amtszeit mit ihm geprägt hatte.

Die derzeitige LEA-Vorsitzende Karin Graeff zeigt sich sehr erfreut über die erstmalige Verleihung dieses hohen Ordens an Vertreter der Kita-Eltern: „Diese Ehrung ist hochverdient. Beata und Andreas haben die Kita-Elternmitwirkung, so wie wir sie heute kennen, mit aus der Taufe gehoben. Sie haben gerade zu Corona-Zeiten bewiesen, wie wichtig eine gute Kooperation ist, wenn schwierige Probleme in Kitas gelöst werden müssen. Mit dieser Ehrung zeigt die Ministerpräsidentin, dass diese engagierte Elternmitwirkung gewünscht und benötigt wird. Eltern sind ab sofort mittendrin und nicht nur am Rande dabei, wenn es um die Kita-Arbeit geht.“

Wie keine anderen Elternvertretungen in ganz Deutschland haben Andreas Winheller und Beata Kosno-Müller die Kita-Landschaft geprägt. Als sie ihr Amt damals übernommen hatten, waren schwache Mitwirkungsstrukturen von großer Rechtsunsicherheit in vielen Kitas geprägt. Sie haben sich engagiert dafür eingesetzt, dass klare, verlässliche gesetzliche Strukturen geschaffen werden und alle Betroffenen gut über die Elternmitwirkungsrechte informiert sind, damit es in den Kitas nicht zu unnötigen juristischen Konflikten kommt.

Die von ihnen erarbeitete Elternmitwirkungsbroschüre, die die Aufgaben und Rechtslage verständlich und verlässlich darstellt und an alle Kitas im Land verschickt wird, ist zu einem Standardwerk für die gesamte Kita-Verantwortungsgemeinschaft in RLP geworden. Auch wenn die beiden ihre Ämter komplett ehrenamtlich wahrgenommen haben, haben sie dabei ein ungewöhnlich hohes Maß an Professionalität gezeigt. Damit haben sie einen neuen Standard gesetzt, welcher sich inzwischen bei Eltern in der gesamten Kita-Landschaft ausbreitet.

Kosno-Müller und Winheller haben sich nie gescheut in den Diskurs, und wenn es sein musste auch in den Konflikt, zu gehen. Sie haben nie aufgegeben, auch wenn sie auf noch so großes Unverständnis und festgefahrene Einstellungen gestoßen sind. Konsequent haben sie gegen die veralteten Vorstellungen gekämpft, dass die Pädagogik einer Kita Eltern nichts angehe oder – noch schlimmer – dass Eltern die pädagogischen und strukturellen Zusammenhänge hier gar nicht verstehen können.

Zu den wichtigsten Botschaften der beiden gehört noch heute: Elternvertretungen sind keine Festkomitees. Vielmehr geht es dabei um die Gestaltung der Kitas vor Ort und um die Gestaltung der Rahmenbedingungen durch politische Lobbyarbeit auf allen Ebenen. Es geht darum, gemeinsam die Verantwortung wahrzunehmen, die wir alle für unsere Kinder tragen.  

In der Corona-Zeit setzten sich beide mit sehr viel Augenmaß dafür ein, dass sowohl faire und verlässliche Regelungen auch in schwieriger Zeit gefunden wurden. Winheller und Kosno-Müller engagierten sich aber vor allem dafür, dass die Bedürfnisse kleiner Kinder dabei immer ganz besonders im Fokus der Politik blieben. Dafür sind sie oft angefeindet worden. Gerade in den letzten Monaten zeigte sich aber an vielen Stellungnahmen z.B. von Wissenschaftlern und Ethikrat, wie richtig und angemessen genau dieser Weg rückblickend gewesen war.

Bei der Neuwahl des LEA im Mai 2022 wurden Beata Kosno-Müller und Andreas Winheller bereits in Ehren verabschiedet und von den Delegierten einstimmig zu den ersten Ehrenvorsitzenden in der Geschichte des LEA RLP gewählt. Dass der neugewählte LEA dieses Vermächtnis bewahren wird, versichert Landeselternsprecherin Karin Graeff: „Der neugewählte LEA wird die Visionen der beiden verdienten Preisträger weitertragen. Es muss für jede Kita normal werden mit den Eltern eine tatsächliche Partnerschaft auf Augenhöhe zu leben. Fakt ist: Eine gute Kita gibt es nur mit guter Elternmitwirkung. Deshalb haben wir Erwachsenen die Pflicht, gemeinsam an unseren Kitas zu arbeiten, damit unsere Kinder dort einen guten Start ins Leben finden und dann ihrerseits aktiv die Zukunft gestalten können. Elternmitwirkung ist pures Ehrenamt – ohne Aufwandsentschädigungen, oft genug auf Kosten von Familie und Beruf. Es ist für alle Elternvertretungen sehr motivierend zu sehen, dass dieses Engagement durch die Landesregierung gesehen und gewürdigt wird.“

Weitere Informationen und Fotos zur Verleihung des Landesverdienstordens in der Staatskanzlei finden sie unter folgendem Link: https://www.rlp.de/de/aktuelles/einzelansicht/news/News/detail/ministerpraesidentin-malu-dreyer-zeichnet-18-verdiente-persoenlichkeiten-aus/

Newsletter November 2022

Liebe Eltern und Elternvertreter,
sehr geehrte Kita-Leiterinnen und -Leiter,
sehr geehrte Damen und Herren,
Das neue Kitajahr hat begonnen und die Wahlen zu den neuen Elternausschüssen sollten großteils im Kreis abgeschlossen sein.
Wir freuen uns über alle Eltern, die sich bereit erklären ehrenamtlich im EA tätig sein und heißen Euch/ Sie herzlich willkommen.
Wir als KEA leben vom Austausch mit Euch und Ihnen! Ob Eltern, Erziehungsberechtigte, Erzieherinnen und Erzieher, Leitungskräfte, Trägervertreter oder Interessenten – wir können nur dann eine gute Vertretung der Kitas im Jugendhilfeausschuss und Landeselternausschuss sein, wenn wir die Themen, Probleme, Nöte, Bedenken, Erfahrungen, Herausforderungen, etc. aus dem Kitaumfeld aller mittlerweile 76 Landkreis-Kitas kennen! Deshalb: Schreibt uns an post@keasuew.de
Im heutigen Newsletter möchten wir über folgende Themen informieren:  
Abfrage der Betreuungsbedarfe
Online-Veranstaltung: Grundlagen der Elternmitwirkung
KEA-Vollversammlung & Wahl der LEA-Delegierten
Gründung des Landesverbandes der Kita- und Schulfördervereine  
Abfrage der Betreuungsbedarfe
Im November beginnt in den Kitas in SÜW die Abfrage der Betreuungsbedarfe. Dabei werden die Eltern durch die Kita nach ihren gewünschten Betreuungszeiten für das kommende Kita-Jahr (also für das Kita-Jahr 2023/24 beginnend nach den Sommerferien) befragt. Hierbei kommt es in folgenden Punkten häufig zu Missverständnissen: 

Betreuungszeiten
In den vom Kreisjugendamt SÜW empfohlenen Formularen zur Bedarfsabfrage besteht die Möglichkeit, die gewünschte Betreuungszeit für jeden Wochentag individuell anzugeben. Hierbei sollte beachtet werden, dass der tatsächliche Betreuungsbedarf angegeben werden soll, auch wenn dieser die aktuellen Öffnungszeiten der Kita übersteigt (bitte auch ausreichend Fahrtzeiten und ggf. Schichtdienst berücksichtigen)! Auf Basis der gesammelten Bedarfe aller Kita-Eltern wird dann im Rahmen des Bedarfsplanungsgesprächs zwischen Kreisjugendamt und Kita gegebenenfalls die Öffnungszeit der Kita an den Bedarf der Eltern angepasst. Die Angabe der gewünschten Betreuungszeit muss also nicht innerhalb der bisherigen Öffnungszeiten liegen! Ob der Bedarf dann vollständig in der Kita oder ggf. ergänzend durch Tagespflege abgedeckt werden kann, richtet sich dann allerdings nach dem Bedarf der gesamten Elternschaft.Im Rahmen des Anhörungsrechts sollte der Elternausschuss vor den Bedarfsplanungsgesprächen angehört werden und kann an diesem auch teilnehmen! 

Nachweispflicht bei Betreuung von mehr als 7 Stunden
Übersteigt die gewünschte Betreuungsdauer den gesetzlichen Rechtsanspruch von sieben Stunden, muss dieses in den Kitas von SÜW begründet werden. Oftmals ergibt sich der höhere Bedarf an Betreuung durch die Berufstätigkeit der Eltern. Daher werden von den Eltern Arbeitgeberbescheinigungen eingefordert. Es gibt allerdings auch weitere Gründe, die eine Betreuung über den gesetzlichen Anspruch hinaus rechtfertigen. Dies können z.B. sozialer oder familiärer Natur sein und können deswegen nicht immer mittels einer Bescheinigung nachgewiesen werden. In diesen Fällen muss der Kita lediglich glaubhaft gemacht werden, dass ein erhöhter Betreuungsbedarf des/der Kinder erforderlich ist. Auch das Kreisjugendamt akzeptiert den erhöhten Bedarf ohne Bescheinigung, sofern dieser begründet ist.Dies bedeutet, dass eine Betreuung des Kindes über die sieben Stunden hinaus möglich ist, auch wenn nicht beide Elternteile über entsprechende Arbeitgebernachweise verfügen. 
Online-Veranstaltung: Grundlagen der Elternmitwirkung
Seit den Herbstferien sind nun alle Elternausschüsse gewählt und zum Großteil konstituiert. Neben einigen „alten Hasen“ engagieren sich auch jedes Jahr viele neue Mitglieder in den Elternausschüssen der Tageseinrichtung in Rheinland-Pfalz. Welche Aufgaben auf sie zukommen, welche Rechte und Pflichten sie haben – das ist jedoch für einen Großteil der Engagierten nicht immer ganz klar.

Daher laden wir zu einer kreisübergreifenden Online-Veranstaltung zum Thema „Grundlagen der Elternmitwirkung“ ein.
Diese findet am 9. Dezember 2022 um 20:00 Uhr statt. Weitere Informationen sowie die Anmeldung zur Veranstaltung sind zu finden unter:
https://keasuew.de/veranstaltungen/ 
Direkt zur Anmeldung
SAFE THE DATE: KEA-Vollversammlung & Wahl der LEA-Delegierten
Wir laden alle KEA-Delegierten der Kitas in SÜW zur Vollversammlung des Kreiselternausschusses ein. Diese findet am 12. Januar 2023 in Birkweiler statt. Eine offizielle Einladung erhalten alle KEA-Delegierten, sobald uns die vollständigen Kontaktdaten vom Kreisjugendamt übermittelt wurden. Diesbezüglich würden wir uns sehr über Unterstützung aus den Elternausschüssen freuen, sodass die Kontaktdaten durch Träger/Leitung der Kita ohne größeren zeitlichen Verzug zu den Elternausschusswahlen an das Jugendamt übermittelt werden.  Im Rahmen der Vollversammlung findet auch die jährliche Wahl der Delegierten für den Landeselternausschuss statt.   
Neugründung des Landesverbandes der Kita- und Schulfördervereine
Der Landesverband der Kita und Schulfördervereine in Rheinland-Pfalz (LSFV-RP) wurde am 8.11.2022 in Mainz gegründet. Damit existiert neben Landeselternausschuss (LEA) und Landeselternbeirat (LEB) ein drittes Landesgremium speziell für die Bedürfnisse der Fördervereine an Kitas und Schulen in Rheinland-Pfalz. Genau wie die Elternvertretungsgremien LEA für Kitaeltern und der LEB für Schuleltern, vertritt der LSFV-RP die Interessen der Fördervereine, ermöglicht Vernetzung und bietet Schulungen für die Fördervereine an. Dadurch können sich die Ehrenamtlichen auf ihre Kernaufgaben besser konzentrieren, was allen Familien zugute kommt. Gelebtes Demokratieverständnis wird hier ein zentrales Element sein.

Die Veranstaltung wurde begleitet mit Grußworten von Sissi Westrich vom Bildungsministerium, Birger Hartnuß von der Staatskanzlei RLP und Andreas Kreiner-Wolf von der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung. Weitere Grußworte wurden von Karin Gräf (LEA) und Reiner Schladweiler (REB Trier und langjähriger Sprecher des LEB) sowie Andreas Kessel (Stiftung Bildung) gehalten, was sehr zur feierlichen Stimmung beigetragen hat. Der LSFV-RP freut sich sehr über diesen Start und baut auf die gegenseitige Unterstützung mit den Elternvertretungsgremien, Verwaltungsstrukturen und politischen Akteuren. So bilden sich starke Organe der ehrenamtlichen Bildungsstrukturen, die gemeinsam mehr erreichen. Elternvertreter als emotionale Sponsoren und Fördervereine als finanzielle Sponsoren.

Der Vorstand des LSFV-RP setzt sich zusammen aus Dr. Asif Stöckel-Karim (Vorsitzender), Veronika Snider-Wenz (stellvertretende Vorsitzende) und Madeleine Wenz (Schatzmeisterin). In den erweiterten Vorstand wurden Peter Gebauer und Kay Dimmerling (beide Bundesverband der Kita und Schulfördervereine) und Reiner Schladweiler (REB Trier) gewählt. Kassenprüferinnen wurden Anette Eichhorn und Cathrin Schulte.

Weitere Informationen sind zu finden unter:
https://www.schulfoerdervereine.de/home/bsfv
Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen stehen wir wie immer gerne zur Verfügung! Viele Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht
Ihr / Euer Team vom KEA SÜW
Kreiselternausschuss Südliche Weinstraße
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