NEWSLETTER 11/17

Stifte

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Neuigkeiten vom Kreiselternausschuss

  • Ein­la­dung zum kos­ten­frei­en Vor­trag am Diens­tag, 21.11.2017 zum The­ma „Ken­nen Sie Ihre Auf­ga­ben und Rech­te? Zur Rol­le der Eltern in Kindertagesstätten“
  • Der neue Kreis­eltern­aus­schuss SÜW stellt sich vor
  • Wir besu­chen Kitas an der Süd­li­chen Wein­stra­ße: Mit­tag­essen in der Prot. Kita Gommersheim

Wur­de bei Euch in der Kita gera­de der neue Eltern­aus­schuss gewählt? Hast Du viel­leicht gera­de ein Amt über­nom­men? Oder möch­test Du Dich nächs­tes Jahr zur Wahl auf­stel­len lassen?

Am 21. Novem­ber um 19:30 Uhr lädt der Kreis­eltern­aus­schuss zu einer öffent­li­chen Ver­an­stal­tung ein. Im Casi­no der Kreis­ver­wal­tung SÜW (An der Kreuz­müh­le 2, Land­au) wird es unter dem Titel

„Ken­nen Sie Ihre Auf­ga­ben und Rech­te?
Zur Rol­le der Eltern in Kindertagesstätten“

einen Vor­trag mit anschlie­ßen­der Mög­lich­keit zur Dis­kus­si­on geben. Als Refe­rent konn­te Andre­as Win­hel­ler (Jurist und Vor­sit­zen­der des Lan­des­el­tern­aus­schus­ses RLP) gewon­nen
wer­den. Die Ver­an­stal­tung ist für Eltern und Erzie­hungs­be­rech­tig­te kos­ten­frei, den­noch
wird um Anmel­dung unter keasuew@t‑online.de gebeten.

Neuer Kreiselternausschuss der Kitas SÜW

Am Don­ners­tag, 26. Okto­ber fand die Wahl des KEA SÜW statt. Land­rat Diet­mar See­feldt wür­dig­te die beson­de­re Moti­va­ti­on der Bei­rats­mit­glie­der, die über das loka­le Enga­ge­ment an den jewei­li­gen Kin­der­ta­ges­stät­ten hin­aus­ge­he. Der Lei­ter des Kreis­ju­gend­amts Peter Lerch, der auch die Aus­schuss­wahl lei­te­te, und Tan­ja Ham­mer (Fach­be­ra­tung für komm.
Kin­der­ta­ges­stät­ten) freu­en sich auf eine kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit und sag­ten die Unter­stüt­zung des Land­krei­ses zu. Zwi­schen­zeit­lich fand am 13. Novem­ber eine inter­ne Sit­zung des Bei­rats statt, bei der sowohl der Vor­sitz als auch die Dele­gier­ten für den Jugend­hil­fe­aus­schuss (JHA) und den Lan­des­el­tern­aus­schuss (LEA) gewählt wur­den. Ansprech­part­ner sind:

Danie­la Vogt (Kom­mu­na­le Kita Offen­bach) Vor­sit­zen­de
Mar­tin Ves­ter (Pro­tes­tan­ti­sche Kita Gom­mers­heim) Stellv. Vor­sit­zen­der, Dele­gier­ter JHA
Sabri­na Weis (Inte­gra­ti­ve Kita Bad Bergza­bern) Dele­gier­te LEA, Stellv. Dele­gier­te JHA
Caro­li­ne Mühl (Kom­mu­na­le Kita Birk­wei­ler) Dele­gier­te LEA
Jochen Bur­kart (Kom­mu­na­le Kita Offen­bach) Schriftführer

Nachgefragt – Nachgehakt

Mit­tag­essen: Zu Besuch in der Prot. Kita Gommersheim

In der Gemein­de Gom­mers­heim woh­nen der­zeit etwa 1.600 Bür­ger und es gibt eine Kin­der­ta­ge­stät­te, die Kita Stern­schnup­pe. Dan­kens­wer­ter­wei­se erklär­te sich deren Lei­te­rin Frau Sil­via Lin­ne­ba­cher bereit zu einem Inter­view mit dem KEA. In der evan­ge­li­schen Kita, die nach dem Situa­ti­ons­an­satz agiert, wer­den der­zeit 90 Kin­der in vier Grup­pen betreut. Seit 2004 wird in die­ser Ein­rich­tung in Eigen­re­gie gekocht nach den Richt­li­ni­en der DGE (Deut­sche Gesell­schaft für Ernäh­rung). Aktu­ell essen dort rund 61 Kin­der täg­lich das fri­sche und abwechs­lungs­rei­che Mittagessen.

Ein Team aus drei Köchin­nen kre­iert für die Kin­der eine wohl über­leg­te, abwechs­lungs­rei­che und gesun­de Küche. Dabei wird auf regio­na­le Anbie­ter und Pro­duk­te der jewei­li­gen Jah­res­zeit geach­tet. Der Essens­plan ist jeweils auf vier Wochen aus­ge­legt. Im wöchent­li­chen Spei­se­plan sind zwei fleisch­lo­se Gerich­te, zwei Gerich­te mit Fleisch und ein­mal Fisch ent­hal­ten. Die Kin­der haben die Mög­lich­keit, sich jeden Tag anhand von Bil­dern dar­über zu infor­mie­ren, was es zu Mit­tag gibt. Pro Mahl­zeit bezah­len die Eltern 2,50 Euro. Durch die Unter­stüt­zung des Trä­gers sind kei­ne finan­zi­el­len Zuschüs­se not­wen­dig und der Preis kann sich bei guter Qua­li­tät sehen las­sen. Alle sind rund­um zufrie­den mit dem Essen.

Das Gemü­se wird täg­lich frisch aus der Regi­on gekauft, beim Fleisch wird eben­falls auf Qua­li­tät geach­tet. Als Kita gilt es ohne­hin, eini­ges zu beach­ten, wenn das Essen in der Ein­rich­tung selbst gekocht wer­den soll. Es gibt diver­se Hygie­ne­vor­schrif­ten, hin­zu kommt auch die Beach­tung von All­er­ge­nen. Des Wei­te­ren wer­den täg­lich Rück­stell­pro­ben vom Essen genom­men, das Gesund­heits­amt kommt regel­mä­ßig zu Kon­trol­len vor­bei. Ergän­zend zu den eher büro­kra­ti­schen Abläu­fen besu­chen die vier Küchen­mit­ar­bei­ter regel­mä­ßig Fort­bil­dun­gen, um auf dem aktu­ells­ten Stand zu blei­ben und auch wei­ter­hin gut
infor­miert auf medi­zi­ni­sche, reli­giö­se und wei­te­re Ernäh­rungs­for­men Rück­sicht neh­men zu können.

Abschlie­ßend teilt uns die Kita-Lei­tung mit, dass es eine Berei­che­rung sei, selbst zu kochen. Frau Lin­ne­ba­cher emp­fiehlt Kitas ohne eige­ne Küche, sich ein­mal Ein­rich­tun­gen mit selbst zube­rei­te­tem Mit­tag­essen anzu­schau­en. Dies kön­ne eine zunächst sicher­lich ver­ständ­li­che Scheu abbau­en hel­fen. Der KEA bedankt sich recht­herz­lich bei der Kita Gom­mers­heim, den Mit­ar­bei­tern und Eltern, wel­che zur Ent­ste­hung die­ses Bei­tra­ges bei­getra­gen haben.

NEWSLETTER 09/17

Sandkasten

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Was Ihr wissen solltet…

Der KEA …

  • …das sind die gewähl­ten Ver­tre­ter der Eltern der 73 Kin­der­ta­ges­stät­ten im Landkreis.
  • · …ist Ansprech­part­ner für die Trä­ger der Ein­rich­tun­gen, die Kin­der­ta­ge­stät­ten selbst und deren Eltern.
  • · …ent­sen­det Dele­gier­te zum Lan­des­el­tern­aus­schuss (LEA).
  • · …ent­sen­det Dele­gier­te zum Jugend­hil­fe­aus­schuss (JHA).

Gewählt wer­den und wäh­len dürfen:

  • Mit­glie­der der Kita-Elternausschüsse
  • Alle Eltern von Kita-Kin­dern SÜW

Don­ners­tag, 26.10.2017, um 18:30 Uhr, im Casi­no der Kreis­ver­wal­tung SÜW
An der Kreuz­müh­le 2, 76829 Land­au

Wir wün­schen uns eine rege Wahlbeteiligung.

Nachgefragt – Nachgehakt

Der nach­fol­gen­de Arti­kel ent­stand mit freund­li­cher Unter­stüt­zung ver­schie­de­ner
Eltern im Landkreis.

Im Som­mer ver­öf­fent­lich­te die dpa einen Arti­kel, in dem berich­tet wur­de, dass der
Lan­des­el­tern­aus­schuss (LEA) kei­ne Impf­pflicht for­de­re. Wenig spä­ter wur­de dies
demen­tiert. Der KEA SÜW hat dies­be­züg­lich nach­ge­hakt und anschei­nend ist ein
Kom­mu­ni­ka­ti­ons­feh­ler unter­lau­fen, da die­ser Arti­kel eine ein­zel­ne Mei­nung
wider­spie­gel­te und der LEA der­zeit kei­ne offi­zi­el­le Mei­nung dies­be­züg­lich hat.

Gera­de vor der aktu­el­len Bun­des­tags­wahl ist das The­ma „Ein­füh­rung der
Impf­pflicht“
 in den Sozia­len Medi­en ein weit ver­brei­te­tes The­ma. Des­halb hat sich
der KEA SÜW damit aus­ein­an­der­ge­setzt und Eltern­stim­men bei­der Sei­ten ange­hört.
Der KEA ver­tritt eben­falls eine neu­tra­le Posi­ti­on und gibt nach­fol­gend die
Stim­men eini­ger Eltern wieder.

Das The­ma Imp­fung ist gera­de bei den Eltern immer wie­der aktu­ell. Eltern­stim­men
der Impf­geg­ner war­nen vor star­ken Impf­ne­ben­wir­kun­gen bzw. Impf­schä­den (wie
Fie­ber­krämp­fen, Auto­im­mun­erkran­kun­gen, chro­ni­sche Darm­er­kran­kun­gen,
All­er­gien, ADHS, Autis­mus, Spas­ti­ken, Epi­lep­sie etc.) und Todes­fäl­len nach
Imp­fun­gen. Eltern­stim­men der Impf­be­für­wor­ter wer­fen den Impf­geg­nern
unse­riö­se Infor­ma­ti­ons­quel­len vor.

Fakt ist, alle Eltern­tei­le müs­sen eine Ent­schei­dung tref­fen, die Kon­se­quen­zen haben
kann. Dabei ist es völ­lig unwe­sent­lich, ob die Kon­se­quenz ein mög­li­cher
Impf­scha­den oder eine even­tu­ell durch­zu­ma­chen­de schwe­re Krank­heit ist.
Geg­ner der Ein­füh­rung der Impf­pflicht sind nicht grund­sätz­lich gegen das Imp­fen.
Es geht ihnen u.a. dar­um, wei­ter­hin über sich und ihren Kör­per und vor allem über
den Kör­per der eige­nen Kin­der ent­schei­den zu können.

In einem demo­kra­ti­schen Land soll­ten wei­ter­hin die Wer­te von “Wahl­frei­heit”,
“Mei­nungs­frei­heit” und “Wür­de des Men­schen” gül­tig sein.
Impf­pflicht-Befür­wor­ter stim­men u.a. für die Ein­füh­rung, weil gera­de Neu­ge­bo­re­ne
und alte Men­schen geschützt sein sol­len. Zahl­rei­che Par­tei­en wie bei­spiels­wei­se
CDU/CSU, FDP, ÖDP, Die Par­tei und MLP unter­stüt­zen die ver­bind­li­che Impfung.

Der zukünf­ti­ge Land­rat Diet­mar See­feldt befür­wor­tet die Impf­pflicht und schließt
sich aus­drück­lich der Beschluss­fas­sung des CDU-Par­tei­tags an und steht dem KEA
für wei­te­re Fra­gen zur Verfügung.

Mario Bran­den­burg (FDP) bestä­tigt die Aus­spra­che der FDP für die Impf­pflicht
und gewährt dem KEA einen Ein­blick in den Beschluss des 68. Ord.
Bun­des­par­tei­tags der FDP vom April 2017, wel­cher als Begrün­dung und
Infor­ma­ti­ons­quel­le dient.

Par­tei­en, die sich gegen eine Impf­pflicht äußern sind u. a. SPD, Grü­ne, Lin­ke und die
AFD. Tho­mas Hit­sch­ler (MdB, SPD) bestä­tigt dies in einem aus­führ­li­chen Brief. In
die­sem nennt er u. a. als Grund der SPD, sich gegen die Impf­pflicht aus­zu­spre­chen,
die Hür­de des Ein­griffs in die elter­li­che Erziehungshoheit.

Herr Hit­sch­ler ver­weist dar­auf, dass in die­ser Wahl­pe­ri­ode mit dem so genann­ten
Prä­ven­ti­ons­ge­setz eine ver­pflich­ten­de Impf­be­ra­tung von Eltern ein­ge­führt wor­den
ist. Damit wird auf Auf­klä­rung und das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein der Eltern
gesetzt.

Tho­mas Geb­hart (MdB, CDU) spricht sich grund­sätz­lich dafür aus, dass Eltern ihre
Kin­der imp­fen las­sen. In sei­nem Schrei­ben an den KEA SÜW ver­weist er eben­falls
auf das Prä­ven­ti­ons­ge­setz als wich­ti­gen Schritt um die Impf­be­reit­schaft zu
stei­gern. Das Ziel der CDU ist es, dass mög­lichst alle Kin­der in Kitas und Schu­len über
einen Impf­schutz ver­fü­gen. Des­halb wird der Nach­weis über die ärzt­li­che
Impf­be­ra­tung auch Vor­aus­set­zung für die Auf­nah­me in die Kita. Eine grund­sätz­li­che
Impf­licht aller­dings hal­te Herr Geb­hardt per­sön­lich für schwer durchsetzbar.

Eltern, die gegen die Impf­pflicht sind, wün­schen sich auch, dass die Erwach­se­nen
zuerst in ihren per­sön­li­chen Impf­pass schau­en und prü­fen soll­ten, ob ihr eige­ner
Impf­sta­tus aktu­ell ist, bevor sie für die Ein­füh­rung der Impf­pflicht stim­men. „Etwas
über­spitzt gesagt wür­de eine Impf­pflicht für Erwach­se­ne bei­spiels­wei­se pas­send
zum run­den Geburts­tag, also mit 30, 40 und 50 Jah­ren, den Impf­schutz auch noch
im Alter gewähr­leis­ten und die­ser wäre nicht bereits verjährt.“

Nadi­ne Pei­fer (Mut­ter/­Ge­sund­heits- und Kinderkrankenpflegerin/
Stillberaterin/Fachkraft für psych­ia­tri­sche Pfle­ge i.W.) spricht sich per­sön­lich pro
Imp­fun­gen aus und begrün­det dies u. a. mit der gemein­schaft­li­chen Sor­ge für
die­je­ni­gen, die unse­ren Schutz brau­chen: dem soge­nann­ten Her­den­schutz. Sie
per­sön­lich wür­de es aller­dings eher begrü­ßen, wenn Deutsch­land die­ses Ziel über
die Frei­wil­lig­keit zur Imp­fung errei­chen könn­te und nicht durch eine gesetz­li­che
Pflicht.

In den der­zei­ti­gen Par­tei­pro­gram­men stimmt die Mehr­zahl der Par­tei­en gegen die
Ein­füh­rung der Impf­pflicht, neben den aktu­ell ver­tre­te­nen Par­tei­en im Bun­des­tag,
sind dies die Frei­en Wäh­ler, die Tier­schutz­par­tei und die DKP. Im aktu­el­len Wahl-
O‑Mat für die Bun­des­tags­wahl 2017 kön­nen alle wei­te­ren Par­tei­po­si­tio­nen hier­zu
ein­ge­se­hen wer­den (www.wahl-o-mat.de).

Eine aus­führ­li­che Stel­lung­nah­me zum The­ma Impf­pflicht und Imp­fun­gen von MdB
Tho­mas Hit­sch­ler (SPD) und Mario Bran­den­burg (FDP) liegt dem KEA vor und kann
von den Eltern sehr ger­ne jeder­zeit ein­ge­se­hen werden.

Gera­de vor der Bun­des­tags­wahl sind die Fak­ten für oder gegen die Ein­füh­rung der
Impf­pflicht ein über­le­gens­wer­tes The­ma, um am Wahl­sonn­tag das Kreuz auf dem
Wahl­schein zu setzen. (…)

Der KEA SÜW bedankt sich recht herz­lich bei den Poli­ti­kern und Eltern, die zur
Ent­ste­hung die­ses Arti­kels bei­getra­gen haben.