NEUES ELTERNSCHREIBEN DES LANDESAMT FÜR SOZIALES, JUGEND UND VERSORGUNG

Lie­be Eltern und Eltern­ver­tre­ter,
sehr geehr­te Damen und Her­ren,
 
Bil­dungs­mi­nis­te­rin Dr. Hubig hat am 07. April 2021 in einer Pres­se­kon­fe­renz nach Vor­be­ra­tung mit den Kita-Spit­zen­ver­bän­den (ein­schließ­lich des Lan­des­el­tern­aus­schus­se­ses) bekräf­tigt, dass die Kitas in RLP wei­ter­hin offen blei­ben sol­len. Eine Kita-Schlie­ßung sei in der aktu­el­len Lage unver­ant­wort­lich, da dadurch sowohl den Kin­dern als auch den Fami­li­en grö­ße­re Schä­den ent­ste­hen wür­den.
 
Hier­zu gibt es nun ein neu­es Schrei­ben an die Eltern, das hier abge­ru­fen wer­den kann:
 
https://corona.rlp.de/fileadmin/bm/Bildung/Corona/2021–04-08_RS_40-2021_Verstaerkte_Massnahmen_fuer_sicheren_Kita-Betrieb_-_Eltern.pdf

 Der medi­zi­ni­sche Sach­ver­stän­di­ge Prof. Dr. Fred Zepp, Direk­tor der Uni­ver­si­täts­kin­der­kli­nik Mainz bekräf­tigt die­se Ent­schei­dung. Stu­di­en zeig­ten bereits grö­ße­re Schä­den, die Kita-Schlie­ßun­gen ver­ur­sa­chen — auch im Bereich von z.B. psy­chi­schen Erkran­kun­gen. Es sei daher wich­tig, eine Gesamt­be­trach­tung der Kin­des­ge­sund­heit vor­zu­neh­men. Ins­be­son­de­re sei­en die der­zeit höhe­ren Infek­ti­ons­zah­len bei Kita-Kin­dern mit einem um ca. 300% höhe­ren Test­auf­kom­men in die­ser Alters­grup­pe erklärbar.

Gleich­zei­tig steht die Gesund­heit aller Betei­lig­ten an ers­ter Stel­le, so dass die Hygie­ne­maß­nah­men in den Kitas jetzt ver­schärft wer­den sollen.

Dies wird auch in der nächs­ten Fas­sung der Coro­na-Lan­des­be­kämp­fungs­ver­ord­nung (CoBeL­VO) ent­hal­ten sein:

  1. Es wird jetzt eine durch­gän­gi­ge Mas­ken­pflicht für alle Erwach­se­nen in der Kita ange­ord­net, auch in der päd­ago­gi­schen Arbeit. Aus­nahms­wei­se darf die Mas­ke abge­nom­men wer­den, wenn das in einer beson­de­ren Situa­ti­on päd­ago­gisch erfor­der­lich ist, z.B. in der Sprachförderung.
  2. Das Test­an­ge­bot für die Fach­kräf­te wird ausgeweitet.
  3. Test­an­ge­bo­te für Kin­der sol­len aus­ge­wei­tet wer­den. In der Lan­des­haupt­stadt Mainz wird ein Modell­pro­jekt gestar­tet, allen Kita-Kin­dern pro Woche das Ange­bot für Tests inner­halb der Kita machen zu können.
  4. Durch orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men muss die Durch­mi­schung in den Kitas ver­rin­gert wer­den. Das bedeu­tet nicht zwin­gend „fes­te Grup­pen“ aber per­so­nel­le Kon­ti­nui­tät, so dass die Kon­takt­an­zahl deut­lich redu­ziert wird. Das kann im Ein­zel­fall auch zu einer Ein­schrän­kung des Betreu­ungs­an­ge­bo­tes füh­ren, das im Ein­ver­neh­men mit dem Eltern­aus­schuss ver­ein­bart wer­den kann.
  5. Um die Ein­schrän­kung des Betreu­ungs­an­ge­bo­tes so klein wie mög­lich zu hal­ten, erwar­tet Minis­te­rin Dr. Hubig, dass alle Trä­ger falls erfor­der­lich auch Zusatz­per­so­nal ein­stel­len (Coro­na-Unter­stüt­zungs­kräf­te) und die Jugend­äm­ter dies mit­fi­nan­zie­ren. Das Land wird sei­nen Lan­des­an­teil für die­ses Per­so­nal in vol­lem Umfang ohne Beschrän­kung zah­len, wenn Trä­ger und Jugend­amt vor Ort sich dar­auf ver­stän­digt haben.

 Für die Ver­ant­wor­tungs­ge­mein­schaft vor Ort aus Trä­ger, Fach­kräf­ten und Eltern­aus­schüs­sen besteht spä­tes­tens jetzt die Not­wen­dig­keit, sich zeit­nah zu Ver­hand­lun­gen zu tref­fen, um abge­stimm­te Maß­nah­men für die Kita aus­zu­han­deln.
 
Für Rück­fra­gen ste­hen wir — wie immer — ger­ne zur Ver­fü­gung! 
 
Vie­le Grü­ße,
 Euer Kreis­eltern­aus­schuss SÜW

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