VERANSTALTUNGSHINWEISE

In den kom­men­den Wochen fin­den eini­ge inter­es­san­te Online-Ver­an­stal­tun­gen rund um das The­ma Kita und Eltern­mit­wir­kung statt. Die­se wer­den auch von ande­ren Kreis- oder Stadt­el­tern­aus­schüs­sen aus­ge­rich­tet, sind aber natür­lich auch offen für alle Eltern, Fach­kräf­te oder Trä­ger­ver­tre­ter aus SÜW. Bei Inter­es­se also ger­ne dort anmelden!

Ver­let­zen­des Ver­hal­ten begeg­net unse­ren Kin­dern lei­der viel zu häu­fig — in der Kita, aber auch im Eltern­haus. In den über­wie­gen­den Fäl­len geschieht dies unbe­wusst. Die­ser Info-Abend soll auf­klä­ren, was man unter ver­let­zen­dem Ver­hal­ten ver­steht. Er soll Eltern dafür sen­si­bi­li­sie­ren, wie man ver­let­zen­de Ver­hal­tens­wei­sen erkennt und die­se ver­mei­det. Zudem sol­len Hand­lungs­mög­lich­kei­ten für Eltern und Fach­kräf­te auf­ge­zeigt wer­den, wenn grenz­ver­let­zen­de Situa­tio­nen in der Kita beob­ach­tet werden.

Zur Anmel­dung: Anmel­dung zur Online-Veranstaltung

Immer wie­der gibt es Pro­ble­me mit der Bus­be­för­de­rung von Kita-Kin­dern, auch Sicher­heits­be­den­ken von Eltern errei­chen die Kreis­eltern­aus­schüs­se. Da die Sicher­heit unse­rer Kin­der immer an obers­ter Stel­le ste­hen soll­te, möch­ten wir gemein­sam über die Her­aus­for­de­run­gen und Lösun­gen im Bereich der Kita-Bus­be­för­de­rung spre­chen.
Refe­ren­tin: Bea­te Kos­no-Mül­ler, Ehren­vor­sit­zen­de des Lan­des­el­tern­aus­schus­ses RLP

Zur Anmel­dung: Anmel­dung zur Online-Schulung

Die Kreis­eltern­aus­schüs­se Cochem-Zell (KEA COC) und Bad Kreuz­nach (KEA KH) laden für Mon­tag, 28. Okto­ber 2024, um 19:30 Uhr zu einer digi­ta­len Schu­lung ein.

Unter dem Titel „ÜBERGANG KITA ZUR GRUNDSCHULE“ wer­den die Refe­ren­tin­nen Karin Gräff (Vor­sit­zen­de des Lan­des­el­tern­aus­schus­ses RLP) und Bea­ta Kos­no-Mül­ler (ehe­ma­li­ge stellv. Vor­sit­zen­de LEA RLP) über den Über­gang der Kin­der von der KiTa in die Grund­schu­le berich­ten.
Zur Anmel­dung: Anmel­dung zur Online Schu­lung “Grund­la­gen der Eltern­mit­wir­kung” (kea-kh.de)

Ver­an­stal­tun­gen des Kreis­eltern­aus­schuss Alzey Worms:

Mahl­zeit — Ernäh­rung und Bil­dung in der Kita.
Refe­ren­tin: Karin Graeff

Der För­der­ver­ein
Refe­rent: Dr. Asif Stö­ckel-Karim

Ers­te Hil­fe am Kind
Refe­rent: Sascha Kern, Deut­sches Rotes Kreuz

Info & Anmel­dung: Home­page des KEA AZ WO

NICHT WEGSCHAUEN!

Unter die­sem Titel hat der Kin­der­schutz­bund Kreis­ver­band Land­au — Süd­li­che Wein­stra­ße (DKSB LD-SÜW), bes­ser bekannt als der “Blaue Ele­fant”, gemein­sam mit dem Jugend­amt SÜW einen neu­en Leit­fa­den her­aus­ge­ge­ben, der eine sehr gro­ße Hil­fe beim Ver­dacht auf Kin­des­wohl­ge­fähr­dung darstellt. 

„Nicht weg­schau­en – Vor­ge­hens­wei­se im Ver­dacht auf Kin­des­wohl­ge­fähr­dung“
Der Leit­fa­den rich­tet sich in ers­ter Linie an betreu­en­de Per­so­nen (z.B. in Kita, Schu­le oder Sport­ver­ein), die eine Kin­des­wohl­ge­fähr­dung im Eltern­haus ver­mu­ten. Er gibt einen Über­blick über die Abläu­fe im Fal­le einer Kin­des­wohl­ge­fähr­dung und beinhal­tet auch alle erfor­der­li­chen Vor­la­gen zur Doku­men­ta­ti­on und Mel­dung der Vor­fäl­le.
Er setzt jedoch bereits viel frü­her an, näm­lich bei der Ein­schät­zung, ob tat­säch­lich ein begrün­de­ter Ver­dacht bestehen könn­te oder nicht. Dabei sind bei­spiels­wei­se typi­sche Ver­let­zungs­mus­ter auf­ge­führt, die auf Gewalt hin­deu­ten.
Aber auch für Eltern lohnt sich ein Blick in den Leit­fa­den, wenn sie eine Gefähr­dungs­si­tua­ti­on für Kin­der ver­mu­ten. Für selbst betrof­fe­ne Eltern schafft der Leit­fa­den Trans­pa­renz hin­sicht­lich der dann erfol­gen­den Schrit­te und erleich­tert es, Hilfs­an­ge­bo­te anzunehmen.

Ver­dacht auf Kin­des­wohl­ge­fähr­dung in einer Ein­rich­tung
Als Eltern wün­schen wir uns einen lie­be­vol­len und bedürf­nis­ori­en­tier­ten Umgang mit unse­ren Kin­dern. Betreu­en­de Insti­tu­tio­nen wie Kita und Schu­le geben ihr bes­tes, die­sem Wunsch (auch aus Eigen­mo­ti­va­ti­on) nach­zu­kom­men. Doch lei­der gibt es auch im Bereich der pro­fes­sio­nel­len Kin­der­be­treu­ung Situa­tio­nen und Ver­hal­tens­wei­sen, die nicht kin­de­ge­recht sind. Die­se “begin­nen” bei “Klei­nig­kei­ten” wie ver­let­zen­dem Ver­hal­ten oder Adul­tis­mus und enden lei­der auch nicht bei regel­mä­ßi­gen Gefähr­dungs­la­gen in Ver­bin­dung mit Gewalt oder sexu­el­lem Miss­brauch. Zwi­schen unbe­wusst her­bei­ge­führ­ten Grenz­ver­let­zun­gen und absicht­li­chen Ver­hal­tens­wei­sen mit Straf­tat­be­stand kom­men Kin­des­wohl­ge­fähr­dun­gen in allen unter­schied­li­chen Aus­prä­gun­gen täg­lich vor. Oft­mals sind die­se nicht offen­sicht­lich oder über­haupt als sol­che zu erkennen.

Kin­des­wohl­ge­fähr­dung geschieht häu­fig auch unbe­wusst
Daher ist es wich­tig hin­zu­schau­en und offen über ver­let­zen­des Ver­hal­ten zu spre­chen. Was ist ver­let­zen­des Ver­hal­ten und wie erkennt man es? Wie kann man als Fach­kraft ver­mei­den, unge­wollt in die­se Mus­ter zu fal­len? Was kön­nen Eltern tun, wenn sie befürch­ten, ihrem Kind wird nicht mit der ange­mes­se­nen Fein­füh­lig­keit begegnet?

„Nein, Paul kommt zum Aus­flug nicht mit, er konn­te sich ges­tern nicht benehmen.“

Zum The­ma Ver­let­zen­des Ver­hal­ten ver­an­stal­tet der Lan­des­el­tern­aus­schuss RLP in Koope­ra­ti­on mit dem Kita-Fach­kräf­te­ver­band RLP eine Online-Info­ver­an­stal­tung, um über das The­ma auf­zu­klä­ren und dafür zu sen­si­bi­li­sie­ren. Refe­ren­tin wird Fr. Dr. Rems­ber­ger-Kehm sein, Autorin der gleich­na­mi­gen, in der Fach­welt bekann­ten und aner­kann­ten Studie.

Wie erken­ne ich eine Kin­des­wohl­ge­fähr­dung und was kann ich tun?
Eltern ste­hen an die­ser Stel­le vor dem sel­ben Pro­blem wie die Fach­kräf­te: Kann das sein? Es gibt kei­ne kon­kre­ten Hin­wei­se, aber ich habe ein komi­sches Bauch­ge­fühl? Soll ich was sagen oder beschul­di­ge ich jeman­den zu Unrecht?
Auch für die­sen Fall gibt es eini­ge hilf­rei­che Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen im Inter­net. Bei­spiels­wei­se die Arbeits­hil­fe Gefähr­dung des Kin­des­wohls inner­halb von Insti­tu­tio­nen des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des, wel­che auch Hin­wei­se spe­zi­ell für Eltern­ver­tre­ter ent­hält. Auch die GEW hat eine hilf­rei­che Bro­schü­re ver­öf­fent­licht, die sich mit dem The­ma beschäftigt:

Neben die­sen Bro­schü­ren gibt es vie­le wei­te­re Infor­ma­ti­ons­quel­len, wel­che am Ende die­ses Bei­trags als Link zu fin­den sind.

Zustän­dig für Ver­dachts­fäl­le der Kin­des­wohl­ge­fähr­dun­gen in Kitas ist das Lan­des­ju­gend­amt. Die­ses kann auch in bera­ten­der Funk­ti­on kon­tak­tiert wer­den, ohne dass man direkt eine Mel­dung abset­zen oder den kon­kre­ten Fall nen­nen muss.

Kin­der haben ein Recht auf Ach­tung, Ver­trau­en und Zunei­gung. Die Auf­ga­be von uns Erwach­se­nen ist, für die­se Rech­te ein­zu­ste­hen. Daher gilt in allen Fäl­len, egal durch wen ein Kind in sei­nen Rech­ten beschnit­ten wird: Nicht weg­schau­en!

Wei­ter­füh­ren­de Links

https://www.kita-fachtexte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/211028_KitaFachtexte_Boll_Remsperger-Kehm.pdf

The­men­struk­tur (nifbe.de)

Adul­tis­mus – die ers­te erleb­te Form der Dis­kri­mi­nie­rung? — element‑i

Kin­der haben Rech­te! Ein Plä­doy­er — element‑i Magazin

https://www.hs-koblenz.de/sozialwissenschaften/institute-des-fachbereichs/institut-fuer-bildung-erziehung-und-betreuung-in-der-kindheit-rheinland-pfalz-ibeb/podcast

RÜCKBLICK SPIELEFEST 2024

Wofür eigent­lich Elternmitwirkung?

Die­se Fra­ge stel­len sich vie­le Eltern. Der Begriff ist lei­der etwas irre­füh­rend, da er ver­mu­ten lässt, Eltern wol­len für sich selbst etwas bewir­ken. Am Ende des Tages geht es aber um unse­re Kin­der, für die wir gute Bedin­gun­gen schaf­fen wollen.

Daher war der Tag auf dem Spie­le­fest des Kreis­ju­gend­am­tes in Stein­feld für uns ein ganz beson­de­rer. An unse­rem Stand ver­sorg­ten wir die inter­es­sier­ten Eltern mit Infor­ma­tio­nen über unse­re Arbeit und mit der Eltern­mit­wir­kungs­bro­schü­re in gedruck­ter Form. Die Kin­der konn­ten sich in die­ser Zeit mit Kle­be- oder Glit­zer­tatoos aus­stat­ten las­sen. Wir haben eini­ge der Kin­der ken­nen­ge­lernt, für die wir uns im Ehren­amt ein­set­zen. Und es war sehr schön zu sehen, wie ein­fach man, mit etwas Kle­ber und bun­tem Glit­zer­staub auf dem Arm, den Klei­nen eine gro­ße Freu­de berei­ten kann. Es hat uns wirk­lich Spaß gemacht!

Vie­len Dank an die­ser Stel­le an das Kreis­ju­gend­amt, wel­ches uns auch eine spon­ta­ne Teil­nah­me noch ermöglichte!